Meinung : Gefahr ist überall

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Die römische Zeitung „La Repubblica“ schreibt über die Angst vor Terrorismus:

Die Bomben können in jedem Augenblick und an jedem beliebigen Ende der Welt explodieren, und das aus unzähligen und irrationalen Motiven. Das ist eine Bedrohung, die jeden individuell betrifft. Sie macht uns, so paradox das erscheinen mag, sogar mehr Angst als die Bedrohung zu den Zeiten des atomaren Gleichgewichts, auch wenn diese in ihren Konsequenzen noch viel schlimmer gewesen sein mag. Denn damals handelte es sich um eine Gefahr für die Masse, eine kollektive Gefahr, also auch eine allgemeine. Die Blutbäder in Helsinki und auf Bali schrecken dagegen sehr viel mehr in uns auf. Ganz besonders, weil wir den Feind nicht kennen. Und wir verstehen nicht, was ihn antreibt, zu töten und mit seinen Opfern zu sterben.

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