Meinung : Gefangen im Netz

WISSENSCHAFTLER DISKUTIEREN ÜBER INTERNET–SUCHT

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10 000 sollen es in Berlin sein, bundesweit eine halbe Million. Die Zahlen der InternetSüchtigen in Stadt und Land beruhen auf Schätzungen. Ihre absolute Höhe ist aber gar nicht so entscheidend. Viel wichtiger: Das Internet ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen, dort entfaltet es Rausch- und Suchtpotenzial wie Zigaretten, Alkohol, Sex, Fernsehen etc. Was dem einen Befriedigung, Genuss oder einfach angenehmen Zeitvertreib verschafft, ist dem anderen Ersatz. Das Internet kann auf so vielen Ebenen das Leben simulieren. Und, noch toller, im Internet bist du nie allein, sondern im Gegenteil: ein Held. Virtuell gibt’s so für manchen ein erfülltes Leben, das real nicht existiert. Schreit das nach Therapie, nach den „Anonymen Onlinern“? Zumindest die Sorge ist berechtigt, denn gerade viele Jugendliche scheinen in Suchtgefahr. In den Familien und in den Schulen muss vor allem Aufklärung her, um die Chancen des wunderbaren Werkzeug- und Spielzeugs Internet von seinen Risiken zu trennen. Aber erklär’ Eltern und Lehrern mal den Unterschied zwischen online und offline. jbh

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