Meinung : Geknickt

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Das Vertrauen der amerikanischen Verbraucher in die weitere wirtschaftliche Entwicklung der USA ist deutlich stärker eingebrochen als erwartet worden war. Damit scheint nach den Terroranschlägen vom 11. September nun auch die letzte Stütze der US-Konjunktur weg zu knicken. Wenn heute in den USA die Wirtschaftsleistung des vergangenen Quartals bekannt gegeben wird, dürfte endgültig klar sein, dass die USA zwar schon vor den Terroranschlägen enorme konjunkturelle Probleme hatten. Doch die hatten die Verbraucher vor dem 11. September nur zögernd zur Kenntnis genommen. Weder Gewinnwarnungen noch Entlassungen hatten ihnen ihren Optimismus nehmen können. Das ist jetzt anders. Die Verbraucher, die immerhin für rund zwei Drittel der US-Wirtschaft gerade stehen, sind mehr als schockiert. Und: Unrealistischer denn je sind jetzt auch die Hoffnungen der Europäer, von einem schnellen Wiederaufschwung in den USA mit nach oben gerissen zu werden. Die deutsche Exportwirtschaft rechnet im kommenden Jahr nur noch mit einem mageren Plus. Das reicht nicht für einen Aufschwung. Die Erholung der Weltwirtschaft wird länger dauern. Und die in Europa kommt wahrscheinlich noch später.

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