Meinung : Geld und Terror

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Iran hat in den letzten Tagen doppelt bewiesen, welch destruktiven Einfluss es auf den Nahostkonflikt hat: Erst verkündet die Führung in Teheran, die Hamas-Regierung mit 50 Millionen Dollar zu unterstützen. Dann lässt der von Iran gesponsorte Islamische Dschihad in Tel Aviv eine Bombe hochgehen, die zahlreiche Menschen tötet. Hatten also die Recht, die für eine Fortführung der EU-Zahlungen eintraten, um einen Schulterschluss der Hamas mit anderen Radikalen in der Region zu verhindern? Nun ist es nichts Neues, dass Iran mit Terror gegen Israel vorgeht. Gleichzeitig sind die 50 Millionen aus Teheran – wie die aus Katar – nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Mit Einmalzahlungen, die nicht einmal den monatlichen Finanzbedarf der Autonomiebehörde decken, wird Hamas sich nicht lange über Wasser halten können. Und selbst Iran gab nur, weil es von Hamasführer Khaled Meschal bei der Palästina-Konferenz in Teheran bloßgestellt wurde. So haben sich auch andere Regierungen in der Region bisher knauserig gezeigt. Den Palästinensern blumige Worte der Unterstützung zukommen zu lassen, darin waren arabische Führer stets groß – das Pekuniäre haben sie dann lieber dem Westen überlassen. Zudem haben die Regime in der Region auch kein Interesse daran, dass das erste arabisch-islamistische Regierungsexperiment ein Erfolg wird. Europa sollte deshalb die Nerven behalten und bei der Forderung nach Anerkennung Israels bleiben. Alles andere wäre auch Europas Steuerzahlern nicht zuzumuten. clw

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