Meinung : Gelungeneoperation.de

KRANKENHÄUSER IM QUALITÄTSVERGLEICH

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Wer krank ist, ist hilflos – und im Notfall einfach auf möglichst schnelle Hilfe angewiesen. Doch kompliziertere Operationen, Transplantationen etwa, sind durchaus planbar. Manchen Patienten könnte schon die Gewissheit beruhigen, dass er sich für den schwierigen Eingriff in besonders kompetente Hände begeben hat. Könnte. Denn bislang haben kaum ein Hausarzt oder eine Krankenkasse, geschweige denn der Kranke selber, den entsprechenden Ein und Überblick. Von 2005 an muss nun jede Klinik im Internet so genannte Qualitätsberichte veröffentlichen. Und die Operateure müssen nachweisen, dass sie eine Mindestmenge bestimmter Eingriffe im Jahr absolviert haben, um überhaupt bei den Kassen abrechnen zu dürfen. Das kann kleinen, nicht spezialisierten Häusern den Garaus machen. Es wird den bürokratischen Wust nicht verringern und zieht einen Rattenschwanz von Kontrollen hinter sich her. Der Vorstoß ist dennoch gut, weil er Patienten mit mehr Informationen versorgt. Er ist aber nur ein Anfang. Als nächstes sollten sich niedergelassene Ärzte dem Wettbewerb stellen. Deren veraltetes Standesrecht verhindert bislang jeden Qualitätsvergleich. raw

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