Meinung : Gemeint sind die anderen (2)

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„Die Richtung stimmt“ – auf diese Botschaft haben sich die deutschen Gewerkschaftsführer und ihr Bundeskanzler verständigt. Gemeint war eigentlich die Arbeitsmarktpolitik, doch in Wirklichkeit dachten Schröder und die Funktionäre nur an den 22. September. Wenn der Bundeskanzler den Kandidaten noch einholen will, dann braucht er die Unterstützung der Gewerkschaften. „Konstruktiv kritisch“ sei das Gespräch im Kanzleramt gewesen, man habe sich „nicht in Details verbissen“. Ach so. Aber wo steckt denn der Teufel? Schröder oder sein oberster Wahlhelfer Peter Hartz dürften die Gewerkschaften so eingenordet haben: Wir passen auf, dass den Arbeitslosen im Großen und Ganzen nichts weggenommen wird, und ihr haltet in den kommenden Monaten die Klappe. Damit die grandiose Hartz-Kampagne mit dem großartigen Arbeitsmarktreformer Gerhard Schröder im Mittelpunkt so richtig über das Land rollen kann. Nach dem 22. September ist dann alles wieder anders. Das weiß Schröder, und deshalb will er die Reform der Arbeitsämter und der Arbeitsmarktpolitik vor der Wahl durchs Parlament bringen. Die Sache ist schlau ausgedacht und kann das Sommerloch im Sinne des Kanzlers füllen. Aber bringt sie auch Arbeitsplätze?alf

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