Meinung : Genforschung: Keine Genetik ohne Gesetze

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Was geschieht mit einem Tabu, wenn es gebrochen wird? Ist es dann zerbrochen? In den USA gaben Wissenschaftler bekannt, dass sie Embryonen hergestellt haben - nur um aus ihnen embryonale Stammzellen zu gewinnen, sprich: sie zu töten. Bis dahin wurden zur Gewinnung von Stammzellen offiziell nur Embryonen verwendet, die bei künstlicher Befruchtung übrig geblieben waren. Sie herzustellen, um sie zu zerstören - das war bisher tabu. Das Tabu ist gebrochen. Und nun? Die US-Forscher sind stolz darauf, Spender gefunden zu haben, die freiwillig und im Wissen um den Zweck Ei und Samen gegeben haben. Die Forscher finden das "ethisch reiner", als wenn man überzählige Embryonen verwendet - eine saubere Sache dieser Embryonen-Verbrauch, alle tun alles freiwillig. Mit Ausnahme des Embryos, versteht sich. Der Fall zeigt deutlich: Es werden sich immer und für alles Wissenschaftler und Freiwillige finden. Auf Intuition oder Ehrfurcht allein kann man folglich nicht setzen. Gentechnik braucht einschränkende Gesetze. Was tut man mit einem gebrochenen Tabu? Man errichtet es beizeiten neu und bewehrt es mit Strafe. Hier wie in den USA.

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