Geschlossene Heime für Kinder : Nicht schön, aber richtig

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit hat mal wieder bewiesen, dass er in wachen Momenten das richtige Näschen für wichtige Themen hat.

Zur öffentlichen Debatte über Kinder, die mit Drogen handeln oder sich anderweitig auf eine Karriere als Schwerkriminelle vorbereiten, hat der SPD-Mann nach anfänglichem Schweigen unmissverständliche Worte gefunden. Die Gesellschaft muss vor solchen Kindern, und die Kinder müssen vor falschen Freunden und merkwürdigen Verwandten geschützt werden, die zwar erwachsen sind, aber trotzdem nicht begreifen, dass in einer Demokratie niemand ungestraft am Rechtsstaat vorbeileben kann. Nein, Kindergefängnisse will niemand. Aber Betreuungseinrichtungen, die sich mit kompetenter Strenge der Minderjährigen annehmen und ihnen keine Möglichkeit lassen, jederzeit wieder abzuhauen, werden offenbar gebraucht. Und das sind nun mal geschlossene Heime. Das hört sich nicht schön an – aber die Situation ist auch nicht schön. Wowereit hat vielen seiner Genossen vorgemacht, dass es nicht hilft, den ungeliebten Begriff semantisch zu verquirlen. So wollen wir den Regierenden häufiger erleben! za

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