Glosse : Was kann die BVG für ihre feigen Nutzer?

Schon wieder eine Prügelei in der U-Bahn, die nicht verhindert wurde. Joachim Huber liest den BVG-Nutzern wegen erwiesener Feigheit die Leviten.

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Die Benutzer der BVG haben am Wochenende offenbar versagt. Wenn es stimmt, dann ist es ihnen zum wiederholten Male nicht gelungen, Mitfahrer von einer Prügelei abzuhalten, sie zu Kaffee und Kuchen zu überreden. Was kann das Verkehrsunternehmen dafür, dass die Passagiere zu doof sind, die plakatierten Handlungsanweisungen zu begreifen? Die sollen Ballett machen und nach dem Alarmknopf auf dem Bahnsteig hechten. Zwischen zwei Prügelattacken versorgen die Passagiere bitte die Trinkergilde in den Stationen mit frischem Alk. Durstige Berliner können schnell aggressiv werden. Die BVG-Zahler müssen zudem begreifen, dass die Polizei komplett mit der Verkehrssicherheit auf Berlins Straßen beschäftigt ist. Dem U-Bahn-Betreiber ist auch nicht anzulasten, dass die einzigen Mitarbeiter, die der Nutzer zu Gesicht bekommt, Ticket-Kontrolleure sind. Die bringen Geld in die Kasse, wo die unnützen Passagiere nicht einmal das BVG-Defizit ausgleichen können.

Es ist an der Zeit, dass jeder Berliner der BVG dankt. Dass es so schwer ist, einen Mitarbeiter in den U-Bahn-Verliesen zum Dankesagen zu finden, gilt nicht länger als Ausrede. Sondern als unterlassene Hilfeleistung.

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