Griechenland-Hilfe : Das Prinzip Hoffnung

Am Ende des Tunnels kommt meist Licht in Sicht. Aber damit das Ende des Tunnels überhaupt erreicht wird, braucht Griechenland noch viel Unterstützung.

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An den Rezepten zur Wiedergenesung des hellenischen Patienten hat sich ein Jahr nach dem Beginn der Hilfszahlungen von EU und Internationalem Währungsfonds traurigerweise nichts geändert: Athen braucht wirtschaftliche Aufbauhilfe, rigorose Sparpläne und, ja, auch Geld. Ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, da in Athen der politische Konsens zwischen Regierung und Opposition zerbricht und sich ein Proteststurm aus der Mitte des Volkes gegen die harten Auflagen erhebt, stellen die EU-Kommission, die EZB und der IWF den Griechen ein positives Zeugnis aus. Damit ist erst einmal die nächste Tranche der Milliardenkredite der Europäer und des IWF gesichert. Ob die Hoffnung berechtigt ist, die sich in dem Bericht der Buchprüfer aus Brüssel, Frankfurt und Washington widerspiegelt, mag dahingestellt sein. Richtig ist die Entscheidung, Griechenland nicht hängen zu lassen, trotzdem. Denn ein Zahlungsausfall der Hellenen hätte noch fatalere Folgen als eine Fortsetzung der EU-Hilfen – auch für Deutschlands Exportwirtschaft und Banken.

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