Meinung : Große Würfe dauern länger

KULTURFORUM BERLIN

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Seit vier Jahrzehnten wird über das Kulturforum diskutiert, jene eigentümliche Berliner Freifläche zwischen Philharmonie, Staatsbibliothek und Neuer Nationalgalerie. Glücklich gewesen ist noch niemand mit dem Niemandsland. Einst lag das Kulturforum am Rande WestBerlins, im Schatten der Mauer und als Versprechen auf bessere Zeiten – doch als die Wiedervereinigung Berlins kam, gab es ebensowenig ein Konzept wie zuvor. Jetzt unternehmen Senat und Abgeordnetenhaus einen neuen Anlauf, um die Misere zu beenden und die Ansammlung kostbarer Kulturbauten zu einem attraktiven Ganzen zu vereinen. Das Kulturforum liegt nicht länger am Rande der Stadt, sondern mittendrin. Es bildet das Scharnier zwischen dem Westen und der historischen Mitte, zwischen Tiergartenviertel und Potsdamer Platz. Wunderbar! Eine solche Lage können sich Kulturleute – und ebenso der Senat – nur wünschen. Aber sie müssen endlich etwas daraus machen. Mut zu einem großem Wurf ist gefragt. Es wird höchste Zeit. BS

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