Meinung : Grün im Kopf

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Die Entscheidung der Europäischen Kommission, zehn nationale Zuteilungspläne für den Emissionshandel zurückzuweisen, ist ein Armutszeugnis für die Europäer. Sechs Jahre vor dem Auslaufen des Kyoto-Protokolls hat die EU ihren Ausstoß an klimaschädlichen Treibhausgasen im Vergleich zu 1990 gerade mal um 0,6 Prozent gesenkt, acht Prozent sollen es 2012 sein. Die meisten EU-Staaten sind so weit ab vom Kurs, dass in der Kommission nun die pure Verzweiflung regiert. Und da sie auf kein anderes Instrument in der Klimaschutzpolitik irgendeinen Zugriff hat, muss der Emissionshandel es nun richten. Schuld daran sind aber natürlich auch die Energiekonzerne, die den Emissionshandel bisher nicht richtig ernst genommen haben und glaubten, auch künftig um ernsthafte Beiträge zum Klimaschutz herumzukommen. So gesehen dürfen sie sich nicht wundern, dass ihnen nun zwischen 2008 und 2012 tatsächlich spürbare Lasten auferlegt werden. Für Deutschland ist die Brüsseler Entscheidung eine schmerzliche Niederlage. Deutschland geht mit einem ernsten Glaubwürdigkeitsproblem in die EU-Ratspräsidentschaft. deh

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