Grüne und Afghanistan : Vorgeführte Grüne

Die Grünen-Spitze fällt an der Basis durch - mangels Führungskraft.

Wer nicht führt, wird vorgeführt: Das ist die Lehre für die Grünen-Spitze aus dem Göttinger Afghanistan-Parteitag. Ihr Wischi-Waschi-Antrag zur verkoppelten Bundestagsentscheidung über den „Tornado“-Einsatz sowie die Bundeswehrbeteiligung an der Isaf-Stabilisierungstruppe ist an der Basis durchgefallen. Wo der Parteivorstand den Abgeordneten freie Hand lassen wollte, forderten die Delegierten Klarheit: Keine Zustimmung zu Isaf und Tornados! Für die Regierungsfähigkeit der Grünen ist das kein gutes Zeichen und auch um ihre Moral ist es offenbar schlecht bestellt. Was soll man halten von einer Partei, der das Nein zu Aufklärungsflügen wichtiger ist, als das Ja zur militärischen Unterstützung des Wiederaufbaus? Große Verantwortung für den Göttinger Beschluss trägt Jürgen Trittin, der auf dem Parteitag die Emotionen bediente, statt den Skeptikern entgegen zu treten. Das war vielleicht taktisch klug. Aber wer Spitzenkandidat der Grünen werden will, muss führen wollen. Und können. has

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