Meinung : Grund unter den Füßen

POLITBAROMETER

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Der Kanzler wird es gerne lesen: Die Stimmung für seine Partei und für ihn steigt in den Umfragen. Gleich von Platz sieben auf Platz vier konnte sich der Regierungschef in der Gunst der Befragten beim Politbarometer verbessern. Offenkundig wegen seiner konsequent ablehnenden Haltung zum IrakKrieg. Die Menschen stehen in diesem Punkt an der Seite der Regierung. Den Unmut der Bevölkerung bekommt CDU-Chefin Angela Merkel zu spüren: Mit ihrer unverbrüchlichen Haltung an der Seite der USA hat sie diesmal ihren schlechtesten Wert im Politbarometer überhaupt erhalten. Vielleicht ist auch das ein Grund, warum in dieser Frage selbst ihre eigenen Parteifreunde vorsichtig auf Distanz gehen. Für Übermut besteht auf Seiten der SPD allerdings weiter keinerlei Anlass. Denn sie bekommt zwar etwas bessere Werte, doch ist sie mit 32 Prozent Zustimmung bei der Sonntagsfrage immer noch meilenweit von den 47 Prozent der Union entfernt. Um im Lande zu punkten, wird es auf Dauer vor allem darauf ankommen, ob die Sozialdemokraten die Reformen hinbekommen. Zwar sank nach Schröders Regierungserklärung Mitte März die Zahl derer, die ihm die Umsetzung nicht zutrauen – aber es ist noch immer die Mehrheit. Das bisherige Hin und Her von Ankündigungen und deren Rücknahme hat die Menschen verunsichert. Klare Gesetze müssen hier schnell Klarheit schaffen. mue

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