Meinung : Grund zur Freude haben nur die Taxifahrer

„S-Bahn / Urbane Vereisung“

von Gerd Nowakowski vom 4. Dezember

Das S-Bahn-Chaos weckt nostalgische Erinnerungen an tägliche Fahrten auf der Strecke Yorckstraße–Frohnau. Die S-Bahn hatte zwar Holzbänke und rumpelte ein wenig, aber sie kam pünktlich alle 20 Minuten, Sommer wie Winter. Die Verspätungen in diesen Jahren ließen sich an einer Hand aufzählen. Die Betreibergesellschaft hatte allerdings keine Börsen-Ambitionen. So klingt es wie eine posthume Ehrung: Von der Reichsbahn lernen, heißt fahren lernen!

Roland Künzel, Berlin-Hermsdorf

Drei Fahrten mit der BVG an drei Tagen, Bilanz: 52 Minuten Wartezeit! Zu meinen Erlebnissen mit der S-Bahn am Wochenende sage ich gar nichts. Die Leistung, die hier erbracht wird, ist eindeutig nicht mehr mit Worten zu beschreiben. Leider habe ich kein Geld für tägliche Taxifahrten. Was die öffentlichen Verkehrsbetriebe meinen, ihren Fahrgästen zumuten zu können, spottet jeder Beschreibung. Berichten Sie weiter so ausführlich darüber, wie Sie es bisher tun, vielleicht ändert sich ja mal was. Man wird ja noch träumen dürfen.

Andreas Gräff, Berlin-Halensee

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