Meinung : Günstig bleiben!

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Die Deutsche Bahn hat die Wende geschafft. Nach Jahren mit Verlusten gibt es jetzt schwarze Zahlen. Beim Fernverkehr, dem Flaggschiff des Konzerns mit seinen ICs und ICEs, zahlt es sich aus, dass die Bahn auf die Wünsche ihrer Kunden eingegangen ist. Die Billigaktionen kommen gut an. Sie bringen tatsächlich zusätzliche Kunden und zusätzliches Geld. Fast ist das Chaos um die Fahrpreisreform vergessen. Außerdem zeigt sich immer deutlicher, dass es ein kluger Schachzug von Bahnchef Hartmut Mehdorn war, den Logistiker Stinnes mit dem internationalen Spediteur Schenker zu übernehmen. Das Geschäft entwickelt sich zu einem sehr verlässlichen Gewinnbringer. Dass Mehdorn betont, er sehe die Bahn auf dem richtigen Weg, wirkt nicht mehr wie Gesundbeterei. Die aktuellen Zahlen untermauern den Anspruch. Doch Mehdorn hält seit Monaten ein unpopuläres Thema in der Diskussion: mögliche Fahrpreiserhöhungen wegen schnell steigender Energiekosten. Es ist verständlich, dass der Bahnchef darüber nachdenkt. Schließlich haben es die Fluggesellschaften mit ihren Kerosinzuschlägen vorgemacht. Doch genau darin, dass die Bahn seit Monaten nicht nachgezogen hat, liegt ein wesentlicher Grund dafür, dass sie für viele Verbraucher wieder als günstig gilt. Ohne große Not sollte Mehdorn diesen Imagevorteil nicht aufs Spiel setzen. hop

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