Meinung : Guido . . . und?

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Die FDP regiert im Bunde nicht mit, aber daran ist sie selbst nicht schuld. Denn nicht die Liberalen haben bei der letzten Wahl geschwächelt, sondern ihr präsumtiver Partner, die Union. Dementsprechend selbstbewusst traten sie jetzt beim Dreikönigstreffen in Stuttgart auf. Natürlich muss man die dem Anlass geschuldeten flachen Sprüche abziehen, auch wenn sie an alte Großmäuligkeiten erinnern. Aber dann bleibt immer noch das Bild einer Partei, die sich überzeugend als reformerische Kraft gegen die schwarz-rote Kompromissmaschine profilieren will. Die Kritik des Parteivorsitzenden an der Gesundheitspolitik würde, stünde sie zur Abstimmung beim Wähler, vermutlich breiteste Zustimmung finden. Auch dass die Liberalen sich relativ streitfrei und einig präsentieren, fiel im Vergleich zu den verbalen Balgereien bei der Union auf. Dafür hat die FDP künftig eine andere Sorge. Neben dem alles dominierenden Chef Guido Westerwelle ist kaum Führungspersonal auszumachen. Will die FDP künftig als One-Man-Show antreten? apz

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