Meinung : Gut, nicht klug

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Manchmal führen die besten Absichten zu einem frustrierenden Ergebnis. Die Idee des Berliner Abgeordnetenhauses, mit Jerusalem eine Städtepartnerschaft abzuschließen, ist so ein Beispiel. Nach der ersten, gut gemeinten Willensbekundung stellte man in Berlin fest, dass es nicht so einfach ist mit der Völkerverständigung. Erst fühlten sich manche Israelis durch die Einschränkung brüskiert, dass man mit dem Vorhaben warten will, bis Israelis und Palästinenser Frieden geschlossen und den Streit um Jerusalem beigelegt haben. Und dann müssen sich die Berliner LandesAußenpolitiker vom Bürgermeister der israelischen Metropole auch noch erklären lassen, dass seine Stadt generell keine Städtepartnerschaften abschließt. Nun sind beide Seiten leicht verstimmt. Das hätte verhindert werden können, wenn sich die Unterstützer der Partnerschaft von Anfang an besser über Jerusalemer Befindlichkeiten informiert hätten. lvt

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