Meinung : Härtehärtehärte

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Noch wissen wir nicht einmal, wie die Dinger wirklich heißen. Druckkulissen? Drohkulissen? Niemand ahnt, was der lfd.Meter im Bauhaus kostet, trotzdem werden sie schon überall aufgebaut rund um den Irak. Es zittert, wer ihrer ansichtig wird – und da möchten die anderen Meisterdroher der Welt natürlich auch mal ran. Folglich hat sich der George W.Bush der deutschen Gewerkschaftsbewegung, Michael Sommer, eingereiht und dem Wirtschaftsminister den seltsamen Satz entgegengeschleudert, „je härter die Notwehr ist, desto härter wird sie ausfallen". Eine rhetorische Miniatur, die, käme sie von Bush, als TopBushismus hohe Punktzahlen erreichen würde. Doch auch so ist klar: Hier droht einer mit dem Äußersten, mit Härtehärtehärte. Und es schwingt mit, dass man keinesfalls die Berichte der Konjunkturinspekteure abwarten werde, die bisher nur leere Etatposten und uralte Anleitungen zum Bau von Geldbomben gefunden haben, die schon in der letzten Rezession verpufft waren. Es scheint, als seien die Kulissen um Saddam Clement aufgebaut, die Streikkassen durchgeladen, die Kündigungsschutzvisiere heruntergeklappt. Um es mit dem DGB-Boss zu sagen: Je heißer der Sommer ist, desto heißer wird er ausfallen.

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