Meinung : Handy-Gegner: Vollnarkose

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Handy-Nutzer können mehr. Am Dienstag saß im Brüsseler Flughafen eine Frau, die gleichzeitig ihr Kind stillte, ein Buch in der Hand hielt, auf die sich auch der Kopf des Babys stützte, las und zudem mit ihrem Handy telefonierte. Handy-Gegner können das nicht und sind frech. Den Gipfel schoss jetzt ein Patient in Hongkong ab. Der Mann wurde am Darm operiert, war nur örtlich betäubt worden und regte sich auf, bloß, weil der Chirurg mitten in der Operation von einem Autohändler angerufen wurde und eine Viertelstunde mit ihm über den Kaufpreis verhandelte. Es gibt nicht viele Chirurgen, die sich zutrauen, sich so kurz hintereinander auf verschiedene Dinge zu konzentrieren. Da gerät der Patient an einen fähigen Mann, doch statt sich zu freuen, nörgelt er. Hätte der Chirurg kein Handy gehabt, hätte er den Operationsraum verlassen und in seinem Büro telefonieren müssen. Auf dem Weg dorthin wäre ihm vielleicht etwas passiert, und der Patient hätte mit offenem Darm nach Hause gehen müssen. Und nicht einmal der Autodeal wäre zustande gekommen. Da gibt es nur einen Ausweg: Vollnarkose für Patienten. Besser noch: für alle Handygegner.

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