Meinung : Hass

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Das Gespenst eines zweiten Vietnams, das manche Kommentatoren bei Beginn des IrakKriegs beschworen hatten, ist einer fortschreitenden „Libanonisierung“ des Iraks gewichen. Schon in Libanon hatten militärische Interventionen des Westens den Konflikt nicht lösen können. Im Irak erleben wir nun erneut, wie die Bevölkerung immer mehr radikalisiert wird und der Hass auf Ausländer zunimmt. Zugleich bereiteten die USA den islamischen Fundamentalisten eine Bühne, auf der diese sich zur Schau stellen können. Washington und seine Alliierten haben im Irak eine Situation geschaffen, die für die Weltgemeinschaft um ein Vielfaches schlimmer ist als die Lage vor dem Krieg. Wer dies ignoriert, wird den Konflikt nicht lösen können.

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