Meinung : Helfen will gelernt sein

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Klingt es wieder an, das alte Lied, obwohl doch alles anders werden sollte, dieses Mal? Fast scheint es so: 100 Tage nach der verheerenden Flutkatastrophe in Südostasien, nach beispiellosem Hilfseinsätzen und einer so nie gekannten, fast weltumspannenden Spendenbereitschaft ist spürbar Ernüchterung eingekehrt. Renommierte deutsche Hilfsorganisationen warnen nun eindringlich vor versickernden Spendengeldern, ungenügender Koordination, vor behäbigen und korrupten Beamtenapparaten in den vom Tsunami betroffenen Ländern. So vorbildlich, so schnell und so effizient in vielen Katastrophengebieten erste Nothilfe geleistet werden konnte, so zäh, so mühsam nur scheint der Wiederaufbau in Gang zu kommen. Die Lehren daraus sind schnell zu ziehen: Noch ist Geld genug da, das sinnvoll verteilt werden kann – und nur wenn die Spendengelder projektbezogen fließen, ist Transparenz auch möglich. Vbn

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