Hillary Clinton : Bis die fette Frau singt

Nach dem Rücktritt ihres Wahlkampfmanagers kämpft Hillary Clinton ums politische Überleben - bis zum Ende.

Wer die Hitze nicht verträgt, sollte nicht in der Küche arbeiten“, lautet ein abgegriffenes amerikanisches Sprichwort. Hillary Clintons Bekenntnis, nie Kekse in ihrer Küche zu backen, hat ihren Ehemann vor sechzehn Jahren viele Wählerstimmen gekostet; aber offenbar verträgt sie hohe politische Temperaturen trotzdem ausgesprochen gut. Nach dem Rücktritt ihres Wahlkampfmanagers kämpft Hillary Clinton ums politische Überleben. Aber das ist etwas, was sie mit eindrucksvollem Erfolg seit fast 30 Jahren tut.

Die Merkels und Becks wären aus einem solch brutalen, kräfteraubenden Vorwahlkampf vermutlich längst ausgestiegen. Doch Hillary Clinton lacht und weint, sie hat mehr Geld als andere, sie geht pleite, sie tauscht Wahlkampfhelfer aus und kämpft weiter, bis es zu Ende ist. Und es ist nicht zu Ende, um ein zweites abgegriffenes amerikanisches Sprichwort zu zitieren, „bis die fette Frau singt“. Das, was Hillary Clinton macht, ist, gerade angesichts des hysterischen Medienwirbels um ihren Konkurrenten Barack Obama, bewundernswert demokratisch. Sie bleibt im Rennen. mos

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