Meinung : Himmel über Berlin

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Zurück auf Start mit Tempelhof – warum nicht. Undenkbar schien der weitere Betrieb des Berliner Zentralflughafens. Jetzt zeigt sich: Es kommt eben auf eine zündende Idee an, um dem Denken eine neue Richtung zu geben. Wer könnte etwas dagegen haben, mit einer Klinik und angeschlossener Landebahn reiche Patienten aus aller Welt nach Berlin zu holen? Erstens entfällt die Kritik gegen Lärmbelästigung und Unfallgefahr, wenn es in Tempelhof keine Linienflieger mehr gibt, sondern nur noch Geschäftsflieger. Eine Stilllegung ist auch nicht mehr zwingend, wenn das größte Gebäude Europas im Unterhalt kein Millionengrab mehr für das Land und den Bund ist, sondern von einem Investor bewirtschaftet wird. Wenn die Privatflieger außerdem nicht den Bau des für die Region unentbehrlichen Großflughafens Schönefeld gefährden, entfällt ein drittes Argument. Im Augenblick liegt allerdings nicht mehr auf dem Tisch als eine hochfliegende Idee; davon hat es in der Hauptstadt schon viele gegeben. Manche Bauruine kündet heute vom einstigen Größenwahn ihrer Initiatoren. Doch alles dafür zu tun, dass ein Plan mit Substanz und nötigem Kapital umgesetzt wird, das darf Berlin schon erwarten.gn

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