HIV/Aids : Anfang vom Ende

Am 5. Juni 1981 registrierte die amerikanische Seuchenbehörde CDC die ersten fünf Fälle einer bis dahin unbekannten Krankheit. Erst ein Jahr später bekam das Leiden einen Namen: Aids, eine erworbene Schwäche des Immunsystems. Mit rasender Geschwindigkeit breitete sich Aids in den kommenden Jahren aus. Aber nun, 30 Jahre später, gibt es Anzeichen dafür, dass die Wende geschafft ist. Wie Unaids, das Aids-Programm der Vereinten Nationen, mitteilt, ist die Zahl der Neuinfektionen und der Aids-bedingten Todesfälle auf dem niedrigsten Stand seit dem Höhepunkt der Epidemie. Medizinisch gesehen geht der Erfolg hauptsächlich auf das Konto hochwirksamer Aidsmittel, die seit einigen Jahren auch in ärmeren Ländern verfügbar sind. Die Medikamente senken das Risiko einer Übertragung von der Mutter auf das Kind drastisch, bewahren HIV-Infizierte vor dem Aidstod und verringern die Ansteckungsgefahr. Auch in Deutschland geht die Zahl der neuen Infektionen zurück. Aber der Weg bis zum endgültigen Sieg über das Virus ist noch weit. Das zeigt das Beispiel Osteuropa, wo sich die Immunschwäche noch immer ausbreitet. wez

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