Meinung : Hochmut kommt vor dem Fall

„Die Klassenlotterie“ vom 18. Februar

Zitat: „Das sind Kinder von Leuten, die an der Kasse sitzen oder bei der Müllabfuhr arbeiten ... Viele Eltern aus dieser Klasse] halten diese Menschen, die hart arbeiten, für Asoziale. Und das würden sie ihren Kindern auch genauso sagen.“ Diese Aussagen machen mich wütend und sprachlos. Diese Arroganz ist ja wohl unglaublich! Menschen, die bei Wind und Wetter, rund um die Uhr ihre Knochen hinhalten, die in der Frühe um vier Uhr aufstehen müssen oder an den Feiertagen Schicht schieben, damit die „gebildeten Herrschaften“ schön shoppen können oder ihnen ihr Dreck und Müll hinterhergeräumt wird, als asozial zu bezeichnen, ist ja wohl die Höhe. Auch ich, als Fahrzeughandwerker bei der BVG beschäftigt, zähle nach diesem Raster dann also auch zu den Asozialen. Hochmut kommt vor dem Fall. Ich wünsche diesen Eltern und ihren Kindern viele Mitschüler aus den sogenannten „asozialen“ Kreisen.

Kai-Uwe Weiß, per E-Mail

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