Meinung : Hoher Einsatz

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Das Angebot war mehr als gut: Frankreich, Großbritannien und Deutschland hatten Iran die langfristige Versorgung mit Nuklearbrennstoff angeboten, ein Handelsabkommen in Aussicht gestellt sowie Sicherheitsgarantien. Teheran sollte auch Zugang zu moderner Technologie erhalten, zivile Nukleartechnik eingeschlossen. Allein: Iran will nicht von der Anreicherung von Uran lassen, der Schlüsseltechnik zur Herstellung bombentauglichen Materials. Auch auf den plutoniumfähigen Schwerwasserreaktor in Arak will das Land nicht verzichten. Die Europäer haben alles versucht, sie haben Teheran weitreichende Angebote gemacht und sogar die USA mit ins Boot geholt. Gescheitert ist eine Einigung an der Führung in Teheran.Bei der für Dienstag angesetzten Dringlichkeitssitzung der Atomenergiebehörde könnte der Fall schon an den UN–Sicherheitsrat überwiesen werden. Die Mullahs rechnen wohl damit, dass der sich nicht auf Sanktionen wird einigen können. Besonders Russland und China müssen dann entscheiden, was ihnen wichtiger ist: Verantwortung für die Sicherheit in der Welt zu übernehmen oder ihre Wirtschaftsinteressen in Iran zu wahren. clw

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