ICC-Gutachten : Was der Stadt nützt

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Was soll mit dem ICC, dem seit einem Jahr geschlossenen Kongresszentrum, geschehen? Sanieren, abreißen oder anders nutzen? Wenn dazu zwei verschiedene Senatsressorts – das eine von der CDU, das andere von der SPD geführt – getrennte Gutachten in Auftrag geben, die zu entgegengesetzten Schlüssen kommen, wird der Bürger misstrauisch. Das Wirtschaftsressort hielt eine Einzelhandelsnutzung im Blick auf Rentabilität und Sanierungskosten für die günstigste Lösung.

Das für Stadtentwicklung zuständige Haus schließt aber ein Shoppingcenter wegen seiner negativen Auswirkungen auf die Einkaufs- und Handelsströme in der weiteren Umgebung grundsätzlich aus. Ist das aber nicht ein Aspekt, den auch Cornelia Yzer hätte im Auge haben müssen?

Die Wirtschaftssenatorin verweist nun auf das Abgeordnetenhaus, das letztlich entscheiden müsse. Das ist in der Sache richtig. Sinnvoll wäre aber vorher, dass den Abgeordneten klipp und klar gesagt wird, wie wichtig das ICC für die weitere langfristige Entwicklung des Kongressgeschäftes ist. Dazu braucht man kein drittes Gutachten. Es reicht, die entscheidenden Personen anzuhören.

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