Meinung : „Ich war Student, als Abtreibung illegal war“

Helen Fessenden

Wenn der US-Senat in dieser Woche über John Roberts berät, inzwischen sogar Bushs Kandidat für den Chefposten am Obersten Gericht, kommt Dianne Feinstein eine Schlüsselrolle zu. Am Urteil der 72-jährigen Senatorin aus Kalifornien wird es hängen, ob sich die Demokraten auf einen Kampf einlassen – oder Roberts durchwinken. Feinstein ist nicht nur die einzige Frau im Justizkomitee, sie hat sich den Ruf einer moderaten Vermittlerin zwischen den Parteilinien erworben. Wie sich John Roberts bei der Abtreibungsfrage positioniert, wird Feinstein ganz besonders interessieren. Die ehemalige Bürgermeisterin von San Francisco hat sich schon immer für das Recht auf Abtreibung eingesetzt. Noch haben die Demokraten nicht entschieden, wie sie mit dieser Frage umgehen wollen, und auch Feinstein sagt nur, sie wolle dem Kandidaten harte Fragen stellen.

Roberts Chancen stehen gut, die Demokraten haben nicht genug Stimmen, um ihn direkt abzulehnen. Doch sollte sich Feinstein gegen ihn aussprechen, reichen sie aus, um seine Nominierung zu verzögern. Und nach dem Tod des obersten Richters Rehnquist, der zu einer weiteren Kandidatenkür führen wird, sind die Demokraten nun besonders vorsichtig, auf Bush zuzugehen.

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