Meinung : Im Club der Gleichen

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Man muss weder Fan der chinesischen Repressionspolitik sein, noch sich zum Schröderismus bekennen, um zu hoffen, dass sich die Prophezeiung von Finanzminister Steinbrück erfüllt: China als neues G-7-Mitglied – das hätte einiges für sich. Wer sich als Club der wichtigsten Industrienationen versteht, kann eigentlich nicht eine der größten und dynamischsten ausschließen. Dass die Regierungschefs der USA, von Kanada, Deutschland, Frankreich, Japan, Großbritannien und Italien mit den Machthabern von Peking politisch wenig verbindet, darf kein Ausschlussgrund sein. Menschenrechtsfragen, Umweltthemen, das Verhältnis von Demokratie und Wirtschaft könnten aber gerade in dieser kleinen Runde auf die Tagesordnung gesetzt werden. Schließlich geht es unter Nationen und Regierungen manchmal nicht viel anders zu als auf dem Schulhof. Ändern kann man nur einen, den man erst einmal als gleichberechtigt anerkannt hat. Wer Bedingungen stellt, bevor er zu reden bereit ist, hat schon verloren. ade

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