Meinung : Im Mief der Vergangenheit

„Denkmalrat lehnt Glaswürfel am Schlossplatz ab“ vom 27. Juni

Diese von Kleingeistern regierte Stadt kann einem leidtun. Rekonstruieren von Altem, historisierende Neubauten, manisches Festhalten an Traufhöhen – seit der Wiedervereinigung schafft es die Hauptstadt mit ihrer Landesregierung nicht, mutig nach vorn zu schauen.

Denkmalräte (von wem eigentlich legitimiert?) mahnen vor „massiven Schädigungen der Umgebung“ eines Baudenkmals, als ob Berlin ein Museum wäre.

Paris mit Les Halles oder der gläsernen Pyramide des Louvre auf der historischen Achse zur Grande Arche, das London Eye mitten in der historischen Kulisse der britischen Hauptstadt – so etwas wird es dank der Berliner Bedenkenträger nicht geben. Lieber lebt man im Mief der Vergangenheit.

Matthias Heinrich, Kleinmachnow

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