Meinung : In der Politik geht das Licht aus

„Görlitzer Park soll sicherer werden“

vom 9. Februar

Wie viel Hobbypolitik und Inkompetenz muss man sich denn eigentlich noch gefallen lassen? Im Artikel wird darauf hingewiesen, wie wichtig die Verbesserung der Sicherheit im „Görli“ ist. Aus diesem Grunde ist endlich beabsichtigt, den stark frequentierten Übergang von der Falckensteinstraße zur Glogauer Straße zu beleuchten. Nun stellt sich der Stadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, Herr Panhoff, hin und teilt mit, dass die Beleuchtung aber aus Kostengründen um 22 Uhr abgeschaltet werden soll. Da wird es im Sommer ja gerade erst dunkel – und mit Einbruch der Dunkelheit sollen dann die Laternen ausgeschaltet werden? Na toll, die Schildbürger lassen grüßen! Da kann man sich die kostspielige Umgestaltung doch gleich sparen. Dieser Übergang wird gerade zu sehr später Stunde frequentiert, wenn das Nachtleben in den Discos und Clubs an der Oberbaumbrücke beginnt, und das dürfte bekanntlich weit nach 22 Uhr sein. Weiterhin ist die nur teilweise Ausleuchtung – Rückzugsgebiet für Tiere – einfach nur ein lächerliches Argument, da ja schließlich nur der Übergang beleuchtet werden soll und nicht der ganze Park. Vielleicht ist dem Herrn Panhoff mal aufgefallen, dass wir hier von einem öffentlichen Park in einer Großstadt reden und nicht von einem einsamen Naturschutzgebiet mit Feldern, Wiesen und Auen.

Bernd Schlacht, Berlin-Kreuzberg

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