Meinung : In der Schuld

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Glaubt man den Auguren der Finanzwirtschaft, dann ergibt es keinen Sinn, in Zeiten wirtschaftlicher Not Sparprogramme aufzulegen: weil sie einer müden Wirtschaft zusätzlich Kraft entziehen. Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings, dass es nun Zeit wird für die große Koalition, eines ihrer ganz großen Versprechen einzulösen. Denn die Konjunktur läuft großartig, die Steuereinnahmen sprudeln kräftig. Was spricht also dagegen, das Geld der Steuerzahler zu nehmen, damit die Schulden kräftig abzubauen und künftig Zinskosten zu sparen? Gewiss, es gibt immer viele gute Gründe, dem Arbeitsmarkt oder den Krankenkassen mehr Staatsgeld zu geben, um die Beitragszahler zu entlasten. Allerdings sollte man das Geld für solche zusätzlichen Zuschüsse auch haben. Der Bund hat es in Wahrheit nicht, wenn jedes Jahr für mehr als 20 Milliarden Euro neue Kredite aufgenommen werden müssen. Diesen Klotz am Bein könnte Deutschland in den nächsten vier bis fünf Jahren loswerden. Das dazu notwendige Wachstum existiert, die dafür erforderlichen Mehrheitsverhältnisse werden nicht mehr besser. Jetzt ist die richtige Zeit gekommen, auf die Schuldenbremse zu treten. asi

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