Meinung : In der Stille nach dem Sturm

TELEKOM KÜRZT MANAGER-GEHÄLTER

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Helmut Sihler meint es ernst mit dem Sparen. Und damit, dass es dabei im Konzern keine heiligen Kühe gibt. Nun kündigt der neue Telekom-Chef an, dass die Top-Manager des Unternehmens auf einen Teil ihrer Gehälter und Gehaltserhöhungen verzichten werden. Zusammen mit anderen Kürzungen beim Top-Personal will die Telekom so 100 Millionen Euro sparen. Eine Winzigkeit, bei einem Schuldenberg von mehr als 64 Milliarden Euro. Das stimmt. Aber ein deutliches Signal. Zum einen an die Aktionäre. Denn die wütende Kritik der Anteilseigner an der bisherigen Entlohnungspolitik der Telekom war auf der jüngsten Hauptversammlung, auf der Sihler noch im Aufsichtsrat saß, unüberhörbar. Von Selbstbedienungsmentalität war die Rede. Der Aktienkurs war um 90 Prozent abgestürzt, der Vorstand aber strich eine 90- prozentige Erhöhung seiner Bezüge ein. Fast ebenso wichtig ist die Wirkung des Verzichts in den Top-Etagen auf die Mitarbeiter im Konzern. Die leiden jetzt schon unter den drastischen Sparmaßnahmen und dem Stellenabbau. Nur für einen Personenkreis wird das Signal womöglich abschreckende Wirkung haben: für all die Kandidaten, die sich für den Telekom-Chef-Posten interessieren. Denn der soll ja neu besetzt werden. vis

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