Meinung : In der Zwangsjacke

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Flemming Rose ist Kulturchef der dänischen Tageszeitung „JyllandsPosten“, die den Karikaturenstreit entfacht hat. Im neuesten „Spiegel“ schreibt er:

Nahöstliche Diktatoren und radikale Imame haben den Jargon der europäischen Linken übernommen, bezeichnen die Karikaturen als rassistisch und islamophob. Wenn wir ihren Mangel an Bürgerrechten und die Unterdrückung von Frauen anprangern, behaupten sie, wir würden uns wie Imperialisten aufführen. Sie haben die Rhetorik unserer linken aktivistischen Vergangenheit übernommen.

Diese Ereignisse finden vor dem Hintergrund zunehmender radikalisierter Muslime in Europa statt. Mohammed Atta, der Anführer der Todespiloten vom 11. September, wurde zum „wiedergeborenen“ Muslim, nachdem er nach Europa gezogen ist. Die Täter, die hinter den Bombenanschlägen von Madrid und London steckten, und auch Mohammed Bouyer, der junge Muslim, der den Filmemacher Theo van Gogh in Amsterdam niedergemetzelt hat, wurden im heimischen Europa radikale Muslime. Nicht der Nahe Osten ist inzwischen möglicherweise die wichtigste Brutstätte für den islamistischen Terror, sondern Europa. (...) Europa muss die Zwangsjacke der politischen Korrektheit abstreifen, die es ihm unmöglich macht, Minderheiten für irgendetwas zu kritisieren – nicht einmal für Verstöße gegen die Gesetze, den traditionellen Sittenkodex und Europas Werte.

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