Meinung : In Rufweite

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Beginnt jetzt, wo es mit dem Umzug des Bundesnachrichtendienstes nach Berlin ernst werden soll, der Kampf der Lokalpatrioten? Bayern gegen Preußen – bloß nicht! Sicher, 5000 Konsumenten sind für eine Region wichtig. Aber wichtiger ist dann doch die Sicherheit des Landes und die Frage, wie sie am besten gewährleistet wird. Dazu leistet der BND einen wichtigen Beitrag. Kanzler Kohl mag das noch anders gesehen haben, von Kanzler Schröder ist kein schlechtes Wort zu hören. Heute bemüht sich der Nachrichtendienst nach Kräften, seinen Wert nachzuweisen. Wenn er auf Dauer gute Dienste leisten soll, dann ist es geraten, ihn in Rufweite der Regierung zu haben, so wie in Frankreich und Britannien. Die amerikanische CIA ist weit außerhalb von Washington, und was hat man in der vergangenen Zeit nicht alles gehört über Fehler, die aus der Abgeschiedenheit kamen. Zu schweigen von der Tatsache, dass hier zu Lande die Kaserne in Pullach als Standort einem General geschuldet war. Nach einem halben Jahrhundert geht es aber nicht mehr um Geheimniskrämerei. Der Geheimdienst des Bundes lässt sich sowieso nicht verstecken. cas

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