Meinung : In Tonys Garten

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Das Jagen liegt ihnen wohl im Blut. Während Popmusiker Bryan die Herzen der Damen eroberte, entdeckte sein Sohn Otis Ferry unlängst sein Herz für die Treibjagd. Dieser alten englischen Tradition, das Wild mit Hunden in die Enge zu treiben und zu Tode zu hetzen, könnte aber schon bald mittels eines Verbotes ein Ende gesetzt werden. Das wollte Otis auf keinen Fall zulassen. Und damit seine Meinung auch nicht überhört würde, fuhr er – mit Plakaten bewaffnet – zum nordenglischen Wohnsitz von Tony Blair. Warum er seinem Premierminister nicht einfach einen Brief schrieb oder zum Telefonhörer griff, verwundert. Wie hätte der Adressat auf die an seine Hausmauern geklebten Plakate eigentlich antworten sollen? Vielleicht sollte Otis, nach Verlassen der Zelle, in die er im Anschluss an seine Verhaftung gebracht wurde, einen langen Spaziergang machen. Durch den Wald. Da könnte er Füchse beobachten, sogar ein paar Hunde mitnehmen und über Traditionen nachdenken. Und vielleicht fiele ihm dann ein, dass er Blair etwas ganz anderes sagen wollte. nan

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