Meinung : Ins große schwarze Loch

GEBÜHREN FÜR LANGZEITSTUDENTEN

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Berlins Langzeitstudierende müssen von 2005 an für jedes Semester 500 Euro bezahlen. Das steht schon seit fast einem Jahr fest. Damals zwang die SPD den Wissenschaftssenator, zehn Millionen Euro für den Landeshaushalt dieses Jahres aus Gebühren bereitzustellen. Jetzt wird es ernst: Flierl musste dem Senat vorrechnen, wie er das Geld eintreiben will. Das kann er nur, wenn er Langzeitgebühren nimmt. Berlin stopft dieses Geld in sein Finanzloch – und verfehlt damit eine vernünftige Steuerungswirkung. Studiengebühren sollten den Unis gehören, damit Studenten effizienter studieren können. Langzeitgebühren erreichen ihren Zweck, wenn sie sich so bald wie möglich überflüssig machen. Berlin aber belohnt sich für die vielen Langzeitstudenten selbst. Flierl weiß das. Er sieht diese Phase nur als Übergang bis zu seinem Studienkontenmodell. Doch der Finanzsenator könnte wieder siegen und die Studenten als Melkkühe für den Haushalt betrachten. Dabei ist die Zeit längst reif für Studiengebühren – für sinnvolle. akü

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