Irans Atomprogramm : Unter keinen Umständen

Der Iran ignoriert alle Warnungen und Sanktionsandrohungen und unternimmt alles, um sein Atomprogramm zu verwirklichen. Der Westen nähert sich dem Ende einer Redespirale.

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Der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz ist ein erfahrener Diplomat. Wolfgang Ischinger ist der deutsche Dayton-Unterhändler, als Pendant zum unvergessenen Richard Holbrooke, er war Botschafter in Washington, Politischer Direktor im Außenamt, Staatssekretär. Kurz, Ischinger kennt sich aus mit Krisen. Nun warnt er im Fall Iran. Ischinger sagt es nicht alarmistisch, aber die Botschaft ist klar: Der Westen nähert sich dem Ende der Redespirale. Das Regime in Teheran ist nämlich unbeeindruckt, es unternimmt weiter alles, sein Kernanliegen, das Atomprogramm, zu verwirklichen. Eine fortwährende Provokation. Dagegen steht das Ziel des Westens, voran der USA und Deutschlands: Der Iran darf unter keinen Umständen über Nuklearwaffen verfügen. Denn die Drohung, Israel auszulöschen, besteht fort; Israels Ankündigung, das militärisch zu verhindern, auch. So verrinnt kostbare Zeit, und einen Konflikt zu verhindern, erhält höchste Priorität. Was tun? Es wäre einen Versuch wert, den Mullahs und ihren Handlangern klarzumachen, was die Entwicklung im Nahen und Mittleren Osten für sie bedeutet: Wohin der Iran auch schaut, er hat keine Freunde mehr. Da sollte er sich besser keine Feinde machen.

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