Meinung : Israel: Die grosse Koalition, das kleinere Übel - für Israel

clw

Eigentlich konnte die Arbeitspartei nur zwischen zwei Arten wählen, Harakiri zu begehen: Entweder sie erstickt in Scharons Umarmung oder sie implodiert, wenn sie sich für die Opposition entscheidet. Nach den Führungsquerelen der letzten Tage war Schimon Peres ein letzter Rettungsring für die Partei, um Ordnung in die eigenen Reihen zu bekommen. Er wollte von Anfang an die große Koalition. Einige, die Barak gern beerben wollen und eigentlich denselben Friedenskurs verfolgen wie Peres, stehen nun gegen ihn: Yossi Beilin und Schlomo Ben-Ami. Sie meinen, dass sich die Partei nur in der Opposition ausreichend regenerieren kann. Eine Pattsituation. Denn mit der großen Koalition droht die Abspaltung der Linken. Doch in die Opposition zu gehen bedeutet, Peres zu verlieren - und damit die letzte Stütze der Partei. Einen Königsweg gibt es also nicht. Für Peres spricht nicht so sehr das Wohl der Partei, sondern das Israels: Nur in einer großen Koalition lässt sich das Schlimmste verhindern.

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