Meinung : Jetzt aber pasta!

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Im Grunde wollen wir dem DGBBoss von Herzen zustimmen. Ja, Herr Sommer, wir leben nicht in einer Pasta-Republik. Es ist keineswegs akzeptabel, dass die rot-grüne Bundesregierung unter dem Druck der Toskana-Fraktion jegliche ernährungspolitische Maßnahme zu Lasten der breiten Kartoffelmassen finanziert, und der angedrohte Rindsrouladenabbau ohne vollen Soßenausgleich ist mit uns schon gar nicht zu machen. Die breite Bevölkerung will nämlich das Nudelpaket der Bundesregierung nicht, und es ist zu befürchten, dass selbst die angekündigte Parmesanzulage nicht geeignet ist, die soziale Schieflage des Gesamtvorhabens auch nur zu mildern. Das Grundübel, da hat Sommer völlig Recht, ist die Tomatensauce, und deshalb liegen die Gewerkschaften ganz richtig mit ihrer erklärten Absicht, den Druck auf dem Wurstkessel weiter zu erhöhen. Was wir übrigens auch nicht wollen, ist die Pizza-Republik, in der die Schere zwischen hart und weich … Bitte? Herr Sommer kämpft gegen die Basta- und nicht Pasta-Republik? Da sieht man’ s mal wieder: Das kommt dabei heraus, wenn Kanzler und Gewerkschaften nicht mehr miteinander reden. Irgendwann ist Schluss, dann muss einer Pasta! sagen. Mit Tomatensauce oder ohne.

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