Meinung : Jetzt andenken!

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Eine mögliche Ursache für die zahlreichen Probleme der SPD liegt vermutlich im Kopf. Wem dieser Kopf gehört ist völlig unklar, aber er muss irgendwo in der Parteizentrale stecken. Denn immer wieder hören wir, dort würden bestimmte Dinge „angedacht“. Zuletzt handelte es sich dabei um sogar um „angedachte Maßnahmen“, und zwar gegen die unheilvollen Umtriebe linker Parteigründer aus der Gewerkschaftsecke. Doch was mag das helfen? Denn anders als beim landläufigen Hausbesitzer, der ja durchaus andachen lassen kann und dann bei Regen hübsch im Trockenen sitzt, regnet es bei der SPD permanent weiter rein. Andenken – das heißt: Zum Durchdenken hat es leider nicht gereicht, Genossen, der Dachschaden bleibt vorerst bestehen. Auch die Rentenpolitik der Bundesregierung hat was durch und durch Provisorisches: Sie wird jetzt behutsam angedacht, damit sich keiner auf den Zeh getreten fühlt. Die nächste Generation denkt sie durch, und die übernächste denkt, sie spinnt – so ungefähr ließe sich der gegenwärtige Andenkplan der Bundesregierung skizzieren. Es könnte sinnvoll sein, rasch einen ProfiDenker zu mieten (anzumieten?), der die Andacht beendet. Sonst bleibt uns bald nur noch der finale Rentenbescheid. Als kleines Andenken an die Schröder-Jahre.

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