Meinung : Jürgen Trittin: Nichts als Ärger

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Jürgen Trittin ist in einer irritierenden Lage. Seit seiner Attacke auf Laurenz Meyer ist er der böse Bube. Noch nicht mal die letzten "linken Grünen" verteidigen ihn, der Kanzler spielt mit ihm Katz und Maus. Eigentlich hätte man seine Meyer-Polemik als Deutung der Beziehung zwischen der Mitte und den Rechtsextremen verstehen können - aber das wäre ja ernst, und das will niemand. Außerdem ist Wahlkampf. Die (chancenlose) CDU in Rheinland-Pfalz klebt schon Anti-Trittin-Plakate. "Vaterlandslose Gesellen" jagen ist halt noch immer die konservative ultimo ratio - so trägt man die Stammklientel zur Wahl. Im politischen Spiel nutzt Trittin derzeit der Union, die Feinde braucht, weil sie sich sonst selbst nicht mehr versteht. Und er nutzt Schröder, weil er immer brav die schwierigen Themen bei den Grünen durchboxt: siehe Castor. Nur den Grünen nutzt Trittin nichts. Den linken Flügel, den er vertritt, gibt es nicht mehr - außerdem ist Claudia Roth im "Linke simulieren" viel besser. Wie lange werden die Grünen einen Minister halten, der ihnen nichts als Ärger bringt?

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