Meinung : Kampf gegen Terror: Vorher wenigen, nachher allen

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Zum Thema Dokumentation: Die Bundeswehr im Einsatz
Fotostrecke: Deutsche Soldaten in Afghanistan
Stichwort: Kommando Spezialkräfte (KSK)
Hintergrund: Das Mandat zum Bundeswehreinsatz Die Opposition sollte ihre Kritik besser dosieren. Der Einsatz von Bundeswehr-Spezialkräften in Afghanistan, genauer: Elitesoldaten mit besonderen Fähigkeiten und hervorragender Ausrüstung, ist keine Überraschung. Dass diese Truppe nach Al-Qaida-Kämpfern sucht, entspricht ihrem Profil. Das kann sie, also tut sie es. Wer konnte im Ernst anderes erwarten? Das war ja auch aus der Beschlussvorlage für den Bundestag herauszulesen, die den Abgeordneten vorlag. Die Grundlageninformation war gegeben: Was die USA angefordert haben, wird auch eingesetzt. Manches, nicht zuletzt die Sicherheit der Beteiligten, spricht dafür, nicht vor und während einer Operation allen alles zu berichten. Richtig ist allerdings, dass mindestens danach die Öffentlichkeit ein Anrecht darauf hat, über Ziel, Ausmaß und Erfolg oder Misserfolg genau und korrekt unterrichtet zu werden. Wenn die Regierung, besonders das Verteidigungsministerium, zögert, wird sie natürlich - wie jetzt - verdächtigt, irgendetwas verheimlichen zu wollen. Im Blick auf die Spezialtruppe in Kuwait heißt das, klar zu sagen, dass sie dort tut, was sie kann: die USA zu unterstützen und im Blick auf Iraks Saddam Hussein bei A-, B- und C-Waffen Gefahrenabwehr zu betreiben. Wenn nun noch einmal einer aus der Regierung behauptet, die Soldaten seien dort nur zur Übung - dann sollte sich die Opposition aufregen.

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