Meinung : Kampfhaie: Castros Rache

Was ist da los in Florida? Entfesselte Haie beißen wahllos Menschen an, verschonen weder Knöchel noch Bauchspeck. Nur eine Hysterie? Nein: Es muss mehr dahinterstecken als die Erkenntnis Harald Schmidts, manch vorgebliche Haiflosse vor Floridas Küste sei in Wirklichkeit nur Boris Becker beim Rückenschwimmen. Erst die unerschrockenen Journalisten des Fachblattes Weekly World News ("Hitlers schwule Tagebücher gefunden!", "Turiner Grabtuch öffnet die Augen!") haben jetzt eine wirklich plausible Theorie auf den Markt geworfen: Fidel Castro ist schuld. Als späte Rache für Schweinebucht, Giftzigarren und Bartausfallpräparate entsendet er jetzt eigens ausgebildete Kampfhaie gegen die US-Küsten, um sie dort schnappen zu lassen, was immer sich bewegt. Sogar das Bonmot von "Shark Guevara" sei schon in Umlauf, heißt es; wahrscheinlich fangen die Biester demnächst auch zu schießen an und machen sich auf den Weg nach Washington. Es scheint lohnend, auch hier zu Lande nach den Spuren des maximo lider und seiner zersetzenden Tätigkeit zu fahnden. Klingt "Aubis" nicht irgendwie kubanisch? Woher hat die Gräfin Pilati ihren seltsamen Namen? Weigert sich Helmut Kohl, die Spender zu nennen, weil sie in der Geheimdienstzentrale in Havanna zu suchen sind? Wir sollten beim Spaziergang an der Havel ein wenig auf die Fische achten.

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