Kanzler für Steinmeier : Menschen und Mächte

Das klingt doch gut, oder? Zwei sozialdemokratische Altkanzler (der eine wirklich älter) sprechen sich für den jüngsten Kanzlerkandidaten der SPD aus, für Frank-Walter Steinmeier. Gerhard Schröder, weil Steinmeier viele Jahre sein Hofmeier im Kanzleramt war, weil er ihn groß und zuletzt zum Außenminister gemacht hat. Da muss Schröder der Ansicht sein, dass sein „Mach-mal“ der Richtige ist. Helmut Schmidt wiederum redet für Steinmeier im Erleben, dass es doch ganz schön ist, nicht nur allgemein, sondern gerade von der Partei hymnisch verehrt zu werden, die ihn als Bundeskanzler gekippt hat. Visionen waren gestern. So weit, so gut. Nur Obacht: Schmidt ist einer, der als Autorität angesehen wird – Schröder nicht. Der ist in seiner Rolle als „Elder Salesman“ umstritten, im Wahlvolk, im Parteivolk. Mit ihm als Kanzler hat die SPD eine Wahl nach der anderen verloren. Und, nicht zu vergessen, auch mit Steinmeier. Denn die Agenda 2010 verbindet sich mit beiden. Nach Schmidt kamen die Grünen, nach Schröder kam die Linke, das haben viele Sozialdemokraten nicht vergessen, die Wähler auch nicht. Wenn nun die beiden öfter nacheinander reden … Sie sind schon jetzt schwierig zu unterscheiden. Aber „Schröder der Zweite“ klingt dann vielleicht doch nicht mehr ganz so gut. cas

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