Meinung : Kanzler-Reise: Friedensbewegung

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Pakistan, Iran, Saudi-Arabien, Israel, die Palästinensergebiete - das ist die Reiseroute des Vizekanzlers. Pakistan, Indien, China - diese Länder besucht bald der Kanzler. In beiden Fällen geht es um die Stabilisierung der Region, dazu die der Anti-Terror-Koalition, außerdem ist Hilfe für die Afghanen nötig. Aufs Ganze gesehen hilft zum Beispiel die Priorität, kleinere Konflikte einzuhegen, damit der große überlegt und mit der angemessenen Konzentration geführt werden kann. Denken wir an Pakistan: Es ist wichtig für die Zukunft in diesem Teil Asiens. Und ausgerechnet jetzt flackert wieder der Streit mit Indien um Kaschmir auf. Das kann auf Dauer die ganze Region in Brand setzen. Denken wir an Afghanistan: Fernab der Bomben müssen sieben Millionen Menschen unterstützt werden, die auf der Flucht sind. Im bald einbrechenden Winter kann sich die Katastrophe noch vergrößern. Das übrigens nicht erst, weil gerade die Amerikaner das Land bombardieren, sondern weil die Taliban seit Jahren ihre Landsleute kujonieren. Deutschland baut mit an einer neuen Regierung und wird zusätzlich mehr als 50 Millionen Mark Aufbauhilfe anbieten. Deutschland schickt als Helfer seine Regierungsspitze. Das Fazit: Sie ist möglich, Politik für den Frieden in Zeiten des Krieges. Mit Konzepten. Sie wird nicht überhört, die humanitäre Argumentation. Der Ruf danach ist ja auch laut genug.

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