Meinung : Kanzlerkandidat Stoiber: Und die Kleinen sieht man nicht - Die FDP und der Kandidat

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Zum Thema Rückblick: Die Union und die K-Frage
Umfrage: Ist Stoiber ein guter Kandidat?
Chronologie: Monatelange Diskussionen
Fotostrecke: In der FDP herrscht wieder einmal Freude. Nein, nicht unbedingt über den Eklat beim liberalen Landesverband in Thüringen. Aber über die Nominierung von Edmund Stoiber zum Kanzerkandidaten. Damit rücke, so Westerwelle, die Union nach rechts, während die SPD durch die rot-rote Koalition in Berlin nach links abdrehe. Dabei werde die Mitte frei für die FDP. Wie der Bundeskanzler hofft also auch der FDP-Parteichef inständig, dass Stoiber einen rechten Wahlkampf macht. Nur: Wenn alle seine Gegner es hoffen - wird er es wohl kaum tun. Und was die Wahlchancen der FDP bei einer Stoiber-Kandidatur angeht, so gibt es da noch eine ganz andere Theorie. Sie stammt aus der Wahlkampfzentrale der SPD: Wenn Merkel angetreten wäre, dann hätte jeder an Schröders Sieg geglaubt, was die SPD-Wähler nicht mobilisieren kann. Dann wäre die einzig interessante Frage gewesen, wie die kleinen Parteien abschneiden. Mit dem Kandidaten Stoiber verhält es sich, so die Theorie, genau umgekehrt. Der werde seine Wähler mobilisieren und die der SPD dazu. Die Hauptfrage des Wahlkampfes wird vermutich heißen: Welche der beiden Volksparteien wird stärker? Das schwächt die kleinen, vor allem die FDP. Man sieht schon, wie Stoibers Kandidatur die Gedanken der Wahlkämpfer schärft.

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