Meinung : Karikaturen beleidigen nicht

„Merkel ehrt Mohammed-Karikaturisten / Westergaards Zeichnung löste Proteste in muslimischer Welt aus / Kanzlerin: Freie Presse gehört zur Demokratie“

vom 9. September

Das Geheimnis der Freiheit ist nicht nur der Mut, den die Kanzlerin in der Diskussion um Sarrazin selbst vermissen lässt. Das Geheimnis der Freiheit liegt auch im Bereich Sitte und Anstand, Fairness und Achtung, insbesondere Pressefreiheit stößt hier an die Grenzen. Diese hat Kurt Westergaard entschieden übertreten. Wie man Verunglimpfung als Pressefreiheit würdigen kann, entzieht sich meinem Verständnis. Ich schäme mich dieser Kanzlerin.

Dr. Christoph Hilsberg,

Berlin-Lichterfelde

Besser können Muslime in Deutschland ihre üngenügende Integration in unsere Kultur wohl kaum zum Ausdruck bringen, als mit der Kritik an unserer Bundeskanzlerin, wegen ihrer Ehrung des dänischen Karikaturisten Westergaard. Zum Grundverständnis unserer Kultur gehört, dass Karikatur und Satire nie beleidigen, sondern auf ihre Art nur Missstände aufzeigen.

Dass der Islamrat, der Zentralrat der Muslime und die Türkische Gemeinde in Deutschland schon bei solchen Basics derart schwächeln, stimmt bedenklich und ist Wasser satt auf Sarrazins Mühlen.

Wer in der Mohammed-Karikatur Westergaards eine Beleidigung des Propheten sieht, hat nichts begriffen. Diese Karikatur zeigt doch einzig auf, dass und wie der Islam allzuoft missbraucht wird. Und die Muslime sollten darob ihre Kraft darauf verwenden, zu unterbinden, dass im Namen ihrer Religion weltweit Terror, Mord und Totschlag betrieben wird.

Bernhard H. Behrens,

Berlin-Falkenhagener Feld

Noch vor einer Woche hat Frau Merkel sich massiv in die Unabhängigkeit der Bundesbank eingemischt, um eines ihrer Vorstandsmitglieder wegen alter Thesen in neuer Form rauszudrängen. Nun kämpft Frau Merkel für die Pressefreiheit. Gut so. Nur warum kämpfte sie nicht für die Meinungs-/Pressefreiheit des ZDF (Fall Brender)?

Nun, Frau Merkel denkt da sehr pragmatisch:Wann nutzen mir die Grundrechte und wann nicht.

Jörg Lindner,

Berlin-Zehlendorf

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