Meinung : Kein Grund zur Klage

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Oft machen wir uns ja Sorgen um die Politiker. All der Stress, dauernd nur Termine. Claudia Roth, die grüne Bundesvorsitzende, hat neulich dem „Stern“ erzählt, sie wache manchmal nachts in ihrem Bett auf und habe den Mantel noch an. Mannomann. Oder, man stelle sich vor, einer ist Bundestagskandidat der Liberalen in Hessen, in einer Region also, die Jürgen W. Möllemann skeptisch gegenübersteht, und in der die Liberalen folglich nur schwer auf 18 Prozent kommen. Da muss Oliver Stirböck, so heißt der Mann, von morgens bis abends die typische FDP-Klientel bedienen: Beamte, Versicherungsagenten, subventionierte Bauern und so. Armer Oliver Stirböck, arme Claudia Roth! Und jetzt haben sich die beiden auch noch zusätzlichen Ärger aufgehalst und einander verklagt, genauer: Roth Möllemann und Stirböck Joschka Fischer. Jeweils wegen Volksverhetzung und Verleumdung. Weil Möllemann etwas Unverschämtes über Michel Friedman gesagt hat. Und Fischer behauptet habe, die FDP sei ein Hort des Antisemitismus. Also, damit das hier nochmal klargestellt wird: Möllemann ist kein Volksverhetzer, er tut höchstens so; und die FDP ist kein Hort des Antisemitismus. So, Frau Roth und Herr Stirböck, und nun beruhigen Sie sich mal wieder, lassen unsere Richter in Ruhe und ziehen abends schön den Mantel aus. bul

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